Trainiert oder balanciert?

Nov 17

More...

Was ist der Unterschied zwischen eine trainierten und einem balancierten Pferd?

Ich glaube ja, dass wir erst große Veränderungen bei Pferden haben, wenn wir an den Kern der Sache gehen - das heißt, rein in den Kern, da wo Verhalten entsteht… weil solange wir im Aussen rumarbeiten (im Moment sind ganz viele Dinge da draussen- ich nenne das Thermomix-Training) - da wird gesagt: du musst dies machen und jenes machen und hier 30 Sekunden und da wieder stoppen… da wird genau gesagt, was man tun muss, um das Pferd in irgend einer besonderen Art zu verändern. Ich will das gar nicht kritisieren- das mag alles seinen Platz haben, aber solange das nicht im großen Kontext stattfindet, solange wir nicht im Hinterkopf haben, dass wir an den Kern der Sache gehen wollen, wird das alles verpuffen.

Dann ist vielleicht das Pferd in dem Moment, in diesen 30 Minuten, wo man mit dem Tier was macht - ich nenne das Hundeplatzsyndrom, vielleicht ganz o.k., aber sobald es dann aus dieser Übung herausgeht und etwas Unverhergesehenes passiert, sehe ich auf einmal, dass das Pferd das nicht handeln kann. Und das ist für mich der Unterschied zwischen einem trainierten Pferd (das nur auf eine bestimmte Übung oder einen Bereich trainiert ist) und einem balancierten Pferd. 

Ich möchte ein balanciertes Pferd haben- ein Tier, das Veränderungen wegschlucken kann. Daran erkenne ich, ob ein Pferd in der Balance ist. Und das erreichen wir nur, wenn wir an den Kern der Sache gehen - und dabei spielt es echt keine Rolle, ob das ein Verladeproblem ist - ob das Arbeit am Boden ist oder ob das unter’m Sattel ist… das ist für das Pferd sowieso einerlei. Die machen da keinen Unterschied, wie wir - wir trennen immer ganz gerne diese Dinge: das eine ist das, das andere ist das… Nein. Im Prinzip ist es alles eins, wenn wir im Fokus haben, dass es um den Grundzustand geht, den wir verändern müssen. Und dann können wir Druck ausüben - Druck heißt den Rahmen enger ziehen (das Pferd auf den Anhänger bringen, das es mit Enge zurecht kommt- das ist für manche Pferde ganz viel Druck, das heißt Lektionen abfragen, die Intensität erhöhen, die Frequenz erhöhen - all das ist Druck. Und das wird das Pferd in einem entspannten Zustand natürlich ganz anders wegpacken, als wenn wir dem Pferd keinen Ausweg lassen.

Das ist das, was ich vermittle und das ist das, wo ich sehe, dass die Pferde die größten Veränderungen durchmachen und auch die Besitzer… diejenigen, die mit mir schon gearbeitet haben, können das bestätigen - es tut sich nicht nur ganz viel beim Pferd, sondern es tut sich auch ganz viel bei uns, denn damit wir an den Kern der Sache kommen, an den Kern unseres Pferdes, müssen wir an unseren eigenen Kern… und dann gehen auf einmal Türen auf, von denen wir teilweise gar nicht wussten, dass sie da sind - und das ist so spannend.

Was ist der Unterschied zwischen eine trainierten und einem balancierten Pferd?


Ich glaube ja, dass wir erst große Veränderungen bei Pferden haben, wenn wir an den Kern der Sache gehen - das heißt, rein in den Kern, da wo Verhalten entsteht… weil solange wir im Aussen rumarbeiten (im Moment sind ganz viele Dinge da draussen- ich nenne das Thermomix-Training) - da wird gesagt: du musst dies machen und jenes machen und hier 30 Sekunden und da wieder stoppen… da wird genau gesagt, was man tun muss, um das Pferd in irgend einer besonderen Art zu verändern. Ich will das gar nicht kritisieren- das mag alles seinen Platz haben, aber solange das nicht im großen Kontext stattfindet, solange wir nicht im Hinterkopf haben, dass wir an den Kern der Sache gehen wollen, wird das alles verpuffen.


Dann ist vielleicht das Pferd in dem Moment, in diesen 30 Minuten, wo man mit dem Tier was macht - ich nenne das Hundeplatzsyndrom, vielleicht ganz o.k., aber sobald es dann aus dieser Übung herausgeht und etwas Unverhergesehenes passiert, sehe ich auf einmal, dass das Pferd das nicht handeln kann. Und das ist für mich der Unterschied zwischen einem trainierten Pferd (das nur auf eine bestimmte Übung oder einen Bereich trainiert ist) und einem balancierten Pferd. 


Ich möchte ein balanciertes Pferd haben- ein Tier, das Veränderungen wegschlucken kann. Daran erkenne ich, ob ein Pferd in der Balance ist. Und das erreichen wir nur, wenn wir an den Kern der Sache gehen - und dabei spielt es echt keine Rolle, ob das ein Verladeproblem ist - ob das Arbeit am Boden ist oder ob das unter’m Sattel ist… das ist für das Pferd sowieso einerlei. Die machen da keinen Unterschied, wie wir - wir trennen immer ganz gerne diese Dinge: das eine ist das, das andere ist das… Nein. Im Prinzip ist es alles eins, wenn wir im Fokus haben, dass es um den Grundzustand geht, den wir verändern müssen. Und dann können wir Druck ausüben - Druck heißt den Rahmen enger ziehen (das Pferd auf den Anhänger bringen, das es mit Enge zurecht kommt- das ist für manche Pferde ganz viel Druck, das heißt Lektionen abfragen, die Intensität erhöhen, die Frequenz erhöhen - all das ist Druck. Und das wird das Pferd in einem entspannten Zustand natürlich ganz anders wegpacken, als wenn wir dem Pferd keinen Ausweg lassen.


Das ist das, was ich vermittle und das ist das, wo ich sehe, dass die Pferde die größten Veränderungen durchmachen und auch die Besitzer… diejenigen, die mit mir schon gearbeitet haben, können das bestätigen - es tut sich nicht nur ganz viel beim Pferd, sondern es tut sich auch ganz viel bei uns, denn damit wir an den Kern der Sache kommen, an den Kern unseres Pferdes, müssen wir an unseren eigenen Kern… und dann gehen auf einmal Türen auf, von denen wir teilweise gar nicht wussten, dass sie da sind - und das ist so spannend.


Was mach ich denn jetzt, wenn ich ein Pferd habe, das unter neurotischem Verhalten leidet? Ich muss herausfinden, woran liegt es. 


Ich hatte vor einer halben Stunde einen Anruf von einer Kundin… sie hat ihr Pferd in einem dicken fetten Stall stehen…mitten im Ballungsraum, keine Weide, eingeschränkter Paddock und sie hatte ihr Pferd für 3 Monate an die See gestellt - zum Urlaub machen, zum Chillen… Eine coole Idee! Das Pferd hat sich mega enspannt… war wie ein „Sahneteilchen“. Jetzt ist es wieder hier - und dreht am Rad und die Kundin fragte mich „Michi, kannst du mir helfen, ich weiß nicht mehr weiter?“ Sie kann ihr Pferd nicht mehr vom Paddock führen, es steht nur noch auf zwei Beinen, unter’m Sattel ist es auch eine ziemliche Katastrophe… wenn sie alleine ist, geht’s, wenn mehrere Pferde in der Halle sind, gibt’s kein Halten mehr…


Ich habe ihr gesagt:“natürlich helfe ich dir, aber das Ding ist - wir können mit dem Training nur so viel machen.. Das eigentliche Problem liegt an der Haltung. 


Ein Pferd, das kaum rauskommt - und in dem Fall sprechen wir von 22 Stunden am Tag in der Box, vor Gitterstäbe gucken - kein Sozialkontakt, also Interaktion mit Artgenossen, keine Weide oder Paddock (mit mehreren), frische Luft…. das fehlt diesen Pferden und je nachdem wie die geartet sind, entlädt sich das in solch neurotischem Verhalten. J


etzt geht es aber nicht darum neurotisches Verhalten zu bestrafen, sondern die Umstände so zu verändern, dass dieses Verhalten nicht mehr auftaucht, bzw. nicht mehr entsteht. Ich habe ihr geraten: „Such dir einen Stall, wo das Pferd artgerecht gehalten wird. Mir ist auch vollkommen klar, während ich das hier sage, dass wir hier nicht in der Pampa sind… wir sind nicht in Namibia, wir sind nicht in Amerika oder in irgendwelchen großen Ländern, wo Platz ist ohne Ende. Wir haben nun einmal Begrenzungen hier, aber es geht trotzdem darum, dass wir unsere Pferde so halten, dass sie ihre natürlichen Bedürfnisse - und das ist keine Option, nach dem Motto „ach ja wir können das mal machen, wenn’s da ist, aber es ist auch nciht schlimm, wen nicht…“ Nein, es ist keine Option, es ist ein Essential, es ist ein Grundbedürfnis für ein Pferd. Und wenn wir dem Pferd das vorenthalten, werden Probleme entstehen - das ist alles, was man dazu sagen kann… Pferde kriegen einen psychischen Knacks, die werden krank… organisch, von den Gelenken… es ist ein Rattenschwanz, der sich da anschließt und das können wir vermeiden.


Es ist mir eine Herzensangelegenheit… ich habe es schon so oft erlebt, dass wenn Pferde artegerecht gehalten werden, dann lösen sich ganz viele Probleme und neurotisches Verhalten in Luft auf. 


Wenn du jetzt sagst du hast die ideale Haltung… das Pferd kommt raus, es ist mit Artgenossen draussen, aber du hast trotzdem Probleme, dann hat das was mit dir zu tun….und darüber möchte ich in den nächsten Videos sprechen, aber heute nur: schau zu, dass dein Pferd so steht, dass es seiner Natur gemäß leben kann und dann geht’s dir besser, dann geht’s deinem Pferd besser und den Leuten um dich herum auch. 


Ich habe mich schon oft gerfragt, woran es liegt, dass ganz viele Frauen Probleme mit Klarheit und Konsequenz haben. Ist es ein Frauending, sind sie minderbemittelt oder haben die es einfach nicht drauf? Ich glaube ja, dass Frauen, zumindest innerlich sehr stark sind und dass sie alle dazu in der Lage sind, klar zu sein. Aber da gibt es etwas, was sehr viele davon abhält, es zu sein und das ist meiner Meinung nach eine Grundüberzeugung, die heißt:

 

Klarheit + Konsequnez = Dominanz


Wenn Frauen davon überzeugt sind, dann verbieten sie sich das, denn sie wollen nicht dominant sein. Und hier kommt der Trick: Du musst auch nicht dominant sein!

Klarheit und Konsequenz und vielleicht auch Deutlichkeit haben mit Dominanz überhautp nichts zu tun! 


Der zweite Gedanke, den ganz viele Frauen haben, ist: „Wenn ich konsequent bin und vielleicht sogar deutlich zu meinem Pferd bin, hat es mich evtl. nicht mehr lieb…“ Das sagen gestandene Frauen. Die davon überzeugt, dass das so ist. Jetzt sag ich dir was: 

Pferde lieben Klarheit. Die lieben Konsequenz. Warum? Weil es ihnen Sicherheit gibt. Und wenn sich ein Pferd sicher fühlt, fängt es an sich zu entspannen, fängt es an dir zu vertrauen und dir zu folgen. Das ist ja auch das, was wir eigentlich wollen. Das heißt: Dein Pferd braucht deine Klarheit!


Du tust deinem Pferd damit nichts an, sondern du tust etwas für dein Pferd! Und dann wird es dir sehr leicht fallen diese innere Klarheit, die jede Frau hat, zu zeigen. Damit bist du nicht dominant und musst auch nicht „auf Macho machen“. Dein Pferd braucht deine Klarheit und deine Konsequenz und machmal sogar deine Deutlichkeit. 


Vermeide die häufigsten Fehler beim Verladen und lerne, worauf es ankommt. 

Mit meiner GRATIS-Verlade-Checkliste für Dich jetzt loslegen.

Folge mir

Über Michaela Koelbl

In über 20 Jahren Arbeit mit den unterschiedlichsten Pferden und Menschen im In-und Ausland konnte sie eine Trainings-Philosophie entwickeln, die Rittigkeitsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, sowie Verladeprobleme von Sport-und Freizeitpferden gewaltfrei und effektiv löst.

>
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.