Kein Mitleid bitte! Was Pferde wirklich brauchen

Okt 03

Ich sehe es immer wieder, dass Leute ihre Pferde bemitleiden- wegen ihrer Vergangenheit oder ihrer Unerfahrenheit.

Aber, Pferde leben in dem Moment. Sie denken nicht über das nach, was sie einmal erlebt haben, oder machen sich Gedanken über das, was in einer Stunde passiert, es sei denn sie werden permanent daran erinnert.

Pferde haben uns eins voraus: Sie leben im Jetzt!

Das hat einen großen Vorteil für unser Training. In den meisten Fällen sind die Pferde erheblich weniger traumatisiert als ihre Besitzer, die ihre Ängste sehr häufig auf ihre Tiere projizieren. Damit verändern sie, ohne es zu wollen, den Energiezustand ihrer Pferde und führen damit den unangenehmen Zustand oft erst herbei. Parallel dazu wollen viele ihren Pferden Unannehmlichkeiten ersparen – natürlich in der besten Absicht, nach dem Motto, “Bei mir soll er / sie es gut haben..” Im Umkehrschluss heißt das: kein Stress, keine Herausforderungen, kein Wachstum.

Die Pferde erzählen mir zu 90% eine andere Geschichte

In meiner Arbeit habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht immer beide Seiten anzuhören. Zuerst frage ich die Besitzer, wo sie ihr Problem haben, dann frage ich die Pferde, die mir zu 90% eine andere Geschichte erzählen.Es ist schon oft vorgekommen, dass ich vermeintlich traumatisierte Pferde schon nach dem ersten Termin „heilen“ konnte, nicht weil ich übersinnliche Fähigkeiten habe, sondern weil ich das Pferd von seiner Geschichte löse, es anders wahrnehme und mich folglich auch anders verhalte.

Mitleid hat eine andere Energie als Ruhe und Klarheit.

Pferde reagieren sehr stark auf unsere Energie, d.h. auf unsere innere Haltung- viel mehr sogar als auf Technik. Wenn wir durch unser Mitleid Unsicherheit und Sorge ausstrahlen, spürt unser Pferd dies sofort und reagiert mit noch stärkerer Unsicherheit und Angstverhalten. Die Folge: wir fühlen uns in unserer Annahme bestätigt und gehen immer mehr in die Vermeidungstaktik, um unser Pferd zu schützen.

Wir sorgen also mit unseren negativen Projektionen dafür, dass das vermeintliche Problem immer neue Nahrung bekommt, wie ein Feuer, das nie gelöscht wird.

Pferde brauchen Ruhe, Klarheit, Leadership. Sie brauchen unsere Führung, unsere Zuversicht und unser Vertrauen, nicht unsere Angst. Für mich spielt es keine Rolle, ob ein Pferd ängstlich, aggressiv oder abgeschaltet ist. Es ist unsere Ruhe, die dem Pferd hilft in die Entspannung zu kommen.

Hilf deinem Pferd und löse dich von deiner Geschichte. Du wirst schnell merken wie sehr dir das hilft im Hier und Jetzt zu sein und wie positiv dein Pferd darauf reagiert. Wenn du wissen willst wie du mit deiner Energie arbeiten kannst, lass uns telefonieren. https://www.michaelakoelbl.com/telefoncoaching/

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Über Michaela Koelbl

In über 20 Jahren Arbeit mit den unterschiedlichsten Pferden und Menschen im In-und Ausland konnte sie eine Trainings-Philosophie entwickeln, die Rittigkeitsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, sowie Verladeprobleme von Sport-und Freizeitpferden gewaltfrei und effektiv löst.

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